6.11.10

Ein wahnsinniger Doktor ...!

von Dr. Andre Kagelmann

In Kürze erscheint Norbert Jacques’ Dr. Mabuses letztes Spiel. Roman eines Dämons als viertes Hörbuch in der Reihe Filme zum Hören. Das Hörbuch erzählt u. a. die Geschichte einer langen Reise, aber auch von einem Psychiater mit überhitzten Sinnen, einem Testament, Cholerabazillen und der blonden Lara …



1932 endete die Arbeits- und Lebensgemeinschaft von Fritz Lang und Thea von Harbou mit dem Film DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, dessen Grundlage das unveröffentlichte Romanmanuskript Dr. Mabuses letztes Spiel … war. Die bekannte Fortsetzung des zweiteiligen Stummfilms Dr. MABUSE, DER SPIELER (1922) überzeugte sowohl inhaltlich durch eine klare und spannende Handlungsführung als auch formal, insbesondere durch einen innovativen Einsatz der damals noch jungen Tontechnik. Die Geschichte der psychopathologischen „Herrschaft des Verbrechens“ wurde jedoch von den Nazis zensiert; insofern stellte das Werk eine Wegmarke für beide Filmschaffenden dar, die sie durchaus unterschiedlich deuteten ...

Die Fortsetzung von Norbert Jacques’ Erfolgsroman Dr. Mabuse, der Spieler (1921), die erst 1950 unter dem Titel Dr. Mabuses letztes Spiel. Roman eines Dämons erschien, hat eine merkwürdige Entstehungsgeschichte: Nach dem großen Erfolg von Buch und Film einigten sich Jacques und Harbou darauf, dass Harbou die Fortsetzung des Romans schreiben sollte. Dieser Entscheidung lag die Überlegung zugrunde, dass sie als bekannte Filmschaffende insbesondere in Amerika wohl einen größeren finanziellen Erfolg erzielen würde. – Harbou schrieb diesen Roman allerdings nie und Jacques konnte sein wohl bereits 1931 vollendetes Werk Das Testament des Dr. Mabuse erst 1950 und unter neuem Titel verlegen.

Zur Erinnerung: Die Geschichte des Meisterverbrechers …

Im Jahr 1922 gelingt es dem heroischen Staatsanwalt von Wenk mit Hilfe der Gräfin Told, dem Meisterverbrecher Dr. Mabuse ein jähes Ende zu setzen: In der temporeichen Schlusssequenz von Norbert Jacques’ Erfolgsroman Dr. Mabuse, der Spieler stürzt der Großverbrecher aus seinem Flugzeug in den vermeintlich sicheren Tod. In dem Nachfolgewerk Dr. Mabuses letztes Spiel. Roman eines Dämons liegt die Herrschaft des Verbrechers bereits ein knappes Jahrzehnt zurück, die Öffentlichkeit hält Mabuse für tot. Nur ein ganz kleiner Kreis von Eingeweihten weiß, dass Dr. Mabuse den Absturz überlebte, allerdings körperlich und seelisch gebrochen. Er vegetiert nun als „lebendiger Leichnam“ in der Berliner Privatklinik des berühmten Psychiaters Prof. Dr. Born vor sich hin … doch die Herrschaft des Verbrechens geht weiter!

22.10.10

Geschlechterrollenbilder in METROPOLIS

Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Wien setzt sich Gabriele Auferbauer mit dem Thema Geschlechterrollenbilder in Thea von Harbous Roman Metropolis auseinander. Ausgehend von der allgemeinen Grundthese der sozialen (Re-)Konstruktion von Geschlecht geht sie dabei der Fragestellung nach, welche Frauen- und Männerbilder in dem literarischen Werk Metropolis repräsentiert werden und welche Geschlechterkonzepte diese implizieren, was mittels einer kritischen Lektüre und Analyse des Textes dargelegt bzw. transparent gemacht wird.

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der Arbeit, verfasst von Gabriele Auferbauer.

8.10.10

Dr. Mabuse lebt … - Film 5!

Abschließend noch einige Informationen über den Autor des Romans, Norbert Jacques. Sehen und hören Sie den letzten Teil des Mabuse-Vortrags von Andre Kagelmann, gehalten am 23. August im "Kölner Filmhaus".



Weitere Informationen über den Meisterverbrecher finden Sie hier:
http://www.herrschaft-des-verbrechens.de/

1.10.10

Dr. Mabuse lebt … - Film 4!

Auf dem Weg nach Eitopomar – ausgerüstet mit der modernsten Technik der damaligen Zeit! Sehen und hören Sie den vierten Teil des Mabuse-Vortrages von Andre Kagelmann, gehalten am 23. August im "Kölner Filmhaus".



Weitere Informationen über den Meisterverbrecher finden Sie hier:
http://www.herrschaft-des-verbrechens.de/

24.9.10

Dr. Mabuse lebt … - Film 3!

Sehen und hören Sie im dritten Teil des Mabuse-Vortrages von Andre Kagelmann, gehalten am 23. August im "Kölner Filmhaus", vom Zweikampf zwischen dem Doktor und seinem Gegenspieler, dem Staatsanwalt von Wenk. Dieser Staatsanwalt ist ein Mann der Tat ...!



Weitere Informationen über den Meisterverbrecher finden Sie hier:
http://www.herrschaft-des-verbrechens.de/

16.9.10

Dr. Mabuse lebt … - Film 2!

... und der Aufruhr in Deutschland geht weiter! Wie Dr. Mabuse weiter vorgeht, dies erklärt Andre Kagelmann im Teil 2 seines Vortrages im "Kölner Filmhaus" vom 23.08.2010!

Weitere Informationen über den Meisterverbrecher finden Sie hier:
http://www.herrschaft-des-verbrechens.de/

10.9.10

Dr. Mabuse lebt ...!

Aufruhr in Deutschland! Die Querelen um den Atomausstieg, der Eklat um Tilo Sarrazin, die Proteste gegen Stuttgart 21, Erika Steinbachs Kabinettsgefechte, die Auseinandersetzungen um die Wehrpflicht – dies alles trägt nur eine Handschrift: Dr. Mabuse, der tot geglaubte Meisterverbrecher, streckt seine mächtige Hand aus nach den Menschen unserer Zeit, beginnt sein perfides Spiel von neuem!

Wie genau er dies anstellt, erklärt Andre Kagelmann im Thea von Harbou-Videoblog, frei nach einem Vortrag im „Kölner Filmhaus“ vom 23.8.2010. Sehen Sie hier den Film Nr. 1 - vier weitere Filme des Vortrags folgen!



Weitere Informationen über den Meisterverbrecher finden Sie hier:

6.7.10

Der Krieg und die Frau

Nun produziert - ein Filmtrailer für das Buch "Der Krieg und die Frau. Thea von Harbous Erzählwerk zum Ersten Weltkrieg", Autor: Andre Kagelmann:

26.6.10

Vier Männer - eine gemeinsame Mission!

Mit Das indische Grabmal, dem dreimal verfilmten Erfolgsroman Thea von Harbous startete die Hörbuchreihe Filme zum Hören im Verlag MEDIA Net-Edition, die darauf zielt, die literarischen Werke, die hinter populären Filmklassikern stehen, in Form eines neuen Mediums wieder in den Blick zu nehmen beziehungsweise diesen erneut Gehör zu verschaffen.
Eine kurzer Filmtrailer über das Hörbuch und dessen Produktion ist nun auch bei YouTube zu sehen:

31.5.10

Eine "Niederlößnitzer Perle!"

Nur wenig weiß man bisher über die ersten 18 Lebensjahre von Thea von Harbou: über ihre Kindheit in Tauperlitz bei Hof, wo sie 1888 geboren wurde und wo ihr Vater als Gutsherr eine große Landwirtschaft betrieb, die er aber aus wirtschaftlichen Gründen Anfang der 1890er-Jahre aufgab. Über den Umzug der Familie in die Sächsische Schweiz, in das kleine Landgut ‚Vogelgesang‘ in die Nähe der Stadt Pirna, und von dort wenig später nach Niederlößnitz (heute Radebeul), auf die Hohe Straße 9, die heutige Hohe Straße 37. Hier traf die Familie vermutlich 1895/96 ein.

Im Adressbuch der Lößnitzgemeinden von 1897 steht als Besitzer des Hauses in der Hohe Straße 9 Theodor von Harbou, Versicherungsoberinspektor. Im Haus wohnten anfangs auch die Eltern von Clotilde von Harbou, die einige schöne große Zimmer im Hochparterre hatten sowie ein junger Engländer als Pensionär, der sich in der deutschen Sprache vervollkommnen sollte. Sein Vater zahlte eine hohe Pension, sodass sich die Familie von Harbou finanziell wieder recht gut stand – zumindest in diesen Jahren!

In Niederlößnitz besuchte Thea von Harbou das Luisenstift, verließ aber bereits 1902, als noch 13-jährige, die Schule ohne staatlichen Abschluss. In Folge wurde sie, die Hochbegabte, von ihrer Mutter und vor allem ihrer Großmutter, der Tochter des Erziehers der Prinzen von Sachsen-Weimar, zuhause weiter unterrichtet und erzogen sowie für ihr späteres gesellschaftliches Leben vorbereitet.

(Weitere Informationen enthält der Artikel von Bertram Kazmirowski: Begabt, gefeiert und vergessen: Eine Erinnerung an Thea von Harbou anlässlich ihres 50. Todestages am 1. Juli 2004, abgedruckt in der Monatsschrift Vorschau und Rückblick, Nr 7, 2004. Das Foto vom Haus verdanken wir Herrn Klaus Hübner, vermittelt durch Dr. Lothar Günther, Berlin)

11.5.10

Dr. Mabuse zum Hören

Einer der bekanntesten Filme der 1920er Jahre ist Dr. Mabuse, der Spieler. Der aufwändig produzierte, zweiteilige Stummfilm von Thea von Harbou, die das Manuskript schrieb, und ihrem damaligen Arbeits- und Lebenspartner Fritz Lang, dem Regisseur, feierte große Erfolge. Auch deshalb, weil er die actionreiche und unterhaltsame Verbrecherjagd quer durch Deutschland mit gesellschaftskritischen Momenten verband. Doch nicht nur Harbous und Langs Werk ist eindrucksvoll, sondern auch dessen literarische Vorlage, der gleichnamige Roman von Norbert Jacques.
Davon kann man sich nun in einer achteinhalbstündigen Lesung überzeugen. Der (Kölner) Schauspieler und Sprecher Volker Niederfahrenhorst liest Dr. Mabuse, der Spieler und er folgt dem ungekürzten Text der 1921 im Ullstein-Verlag erschienenen Erstausgabe des Romans von Norbert Jacques – hier bei einer Lesung im Mai 2010 bei der „9. HörGut Berlin“ in der Stadtbibliothek Berlin-Mitte:

video

Das Hörbuch Dr. Mabuse, der Spieler ist als Nr. 3 der Hörbuchreihe Filme zum Hören im Verlag MEDIA Net-Edition erschienen. Ein Bestellformular für das Hörbuch (ISBN 978-3-939988-05-2, 7 Audio-CDs, Gesamtspielzeit: 8 Stunden 31 Minuten) finden Sie hier!

3.4.10

Neue METROPOLIS-Bühnenversion

Thea von Harbous und Fritz Langs Kultwerk METROPOLIS als Bühnenadaption, im Grazer Schauspielhaus. Weitere Informationen finden Sie u. a. hier sowie natürlich auch beim Theater direkt!

10.3.10

DAS BUCH FÜRS OHR: Gruselding

Das Hörbuch DAS INDISCHE GRABMAL (ISBN: 978-3-939988-01-4) erschien als Nr. 1 der Hörbuchreihe Filme zum Hören, die von dem Verlag MEDIA Net-Edition produziert und von Andre Kagelmann und Reinhold Keiner herausgegeben wird. Viel Lob für den Sprecher, Rudolf Marnitz, enthält eine Besprechung des Hörbuches, erschienen in der WELT und hier online einsehbar:

Produziert wurde dieses „Große Hörkino“ in den Berliner SDM-Studios. Weitere Informationen über das Hörbuch fnden Sie in diesem Weblog u. a. hier!